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Jubiläumskonzert mit vielen emotionalen Höhepunkten

Von Britta Soens

„Vor fast genau 30 Jahren fand das erste Konzert des damals neu gegründeten Nordbayerischen Jugendblasorchesters statt, meine Damen und Herren!“ Mit diesen Worten eröffnete Bundesdirigent Prof. Ernst Oestreicher am Samstag, dem 01. September 2018, das Jubiläumskonzert des NBJBO in Volkach, zu dem nicht nur viele geladene Gäste aus Politik und Kultur, sondern auch zahlreiche ehemalige Musikerinnen und Musiker sowie treue Verbundene des Orchesters aus Nah und Fern kamen.

Die rund 65 jungen Instrumentalisten aus ganz Nordbayern hatten für den Abend eine bunte Mischung aus dem Orchester-Repertoire der letzten dreißig Jahre vorbereitet. Dem Anlass entsprechend erklang zu Beginn die „Festliche Ouvertüre“ von Dimitri Schostakowitsch, welche dem NBJBO im Jahre 1997 beim internationalen Wettbewerb Flicorno d’oro in Riva del Garda in der Excellenza zu einem Sieg verhalf. Anschließend gab Manuel Scheuring, langjähriges Orchestermitglied und Lokalmatador in Volkach, das Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan zum Besten, wofür er tosenden Applaus erhielt. Die Pause wurde anschließend durch die „Suite Burlesque“ von Stephan Adam, ein langjähriger Freund und Wegbegleiter des Nordbayerischen Jugendblasorchesters, eingeläutet. Mit Alfred Reeds „A Festival Prelude“ präsentierte das Orchester zudem eines der Werke, das auf der Jubiläums-CD „Sempre Avanti“ zu hören ist, welche im letzten Jahr gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk aufgenommen wurde. Neben dem Nordbayerischen Jugendblasorchester hätte in diesem Jahr auch ein namhafter Komponist und Dirigent einen runden Geburtstag zu feiern gehabt: Leonard „Lenny“ Bernstein wäre im Oktober 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jahrestages erweckten die Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit Marvin Stutz, dem diesjährigen Gastdirigenten und Gewinner des Orchesterpreises beim internationalen Dirigentenwettbewerb des NBMB im Frühjahr 2018, die „West Side Story“ rund um die beiden rivalisierenden Jugendbanden „Jets“ und „Sharks“ im New York der 1950er Jahre zum Leben. Mit Modest Mussorgskys „Das große Tor von Kiew“ verabschiedete sich das NBJBO nicht nur von einem einmaligen Konzertabend, sondern auch von seinem Gründer und langjährigen Dirigenten Prof. Ernst Oestreicher, der nach dreißig arbeitsreichen, spannenden und sehr intensiven Jahren die Arbeit als Bundesdirigent und somit auch als künstlerischer Leiter seines Orchesters beendet. Die Überraschungszugabe „Vita pro Musica“ (Thiemo Kraas) drückt die Leidenschaft, mit der er seinen Aufgaben nachkam aus und rührte nicht nur das Publikum, sondern auch die Musikerinnen und Musikers des Orchesters zu Tränen.

Ernst, wir danken dir von ganzem Herzen für die tollen gemeinsamen Jahre mit dir und die vielen Möglichkeiten, die du uns durch dein NBJBO geboten hast!


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